Sehenswürdigkeiten und Sammlungen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten

Sculpture above Bode Museum
Roman Empire gold and silver coins displayed on a dark surface.
statues in the Bode Museum on Museum Island in Berlin, Germany
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Bildhauerei und Malerei (13. bis 18. Jahrhundert)

Die Skulpturensammlung des Bode-Museums umfasst Werke von der Gotik bis zum Barock und zeigt Meisterwerke von Donatello, Riemenschneider und Bernini. Entdecken Sie eine umfangreiche Sammlung italienischer Skulpturen der Renaissance, darunter Werke von Luca della Robbia und Andrea della Verrocchio, sowie religiöse Tafelbilder. Gemeinsam bieten sie einen tiefen Einblick in das dynamische Zusammenspiel von künstlerischen Stilen und kulturellen Einflüssen.

Münzen und Medaillen

Das Museum beherbergt das Münzkabinett, eine der weltweit größten numismatischen Sammlungen, und zeigt über 500.000 Münzen und Medaillen vom antiken Griechenland und Rom bis zum modernen Europa. Bewundern Sie die goldenen Aurei der römischen Kaiser, die silbernen Drachmen des antiken Griechenlands und die kunstvoll gearbeiteten Taler des Heiligen Römischen Reiches – jede einzelne erzählt eine Geschichte von Macht, Handel und Kunstfertigkeit.

Spätantike und byzantinische Kunst

Tauchen Sie im Bode-Museum in die Welt der frühchristlichen und byzantinischen Kunst ein, wo Fragmente von Basiliken, Elfenbeintafeln, farbenprächtige Mosaike und sakrale Artefakte aus dem 3. bis zum 15. Jahrhundert zu sehen sind. Erleben Sie atemberaubende byzantinische Ikonen, die einst eine zentrale Rolle in religiösen Ritualen spielten, hautnah und betrachten Sie antike Münzen, die die wirtschaftliche und politische Macht des Reiches verdeutlichen.

Kultige Exponate, die Sie im Bode-Museum nicht verpassen sollten

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Mosaik „Der barmherzige Christus“

Herkunft: Konstantinopel, erstes Viertel des 12. Jahrhunderts

Als Meisterwerk der byzantinischen Mosaikkunst spiegelt diese Darstellung Christi durch ihren aufwendigen goldenen Hintergrund und ihre feinen Details die theologische Vision des Reiches wider.

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Was ist los? | Aktuelle Ausstellungen im Bode-Museum

Zeitsprünge: Kunst betrachtet Kunst

Von: Februar 2025 bis April 2025

Junge Künstler der Hochschule für Bildende Künste Saar (HBKsaar) interpretieren klassische Kunstwerke mittels Installationen, Fotokunst, Augmented Reality und Videos neu und schaffen so einen dynamischen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Kleidung, die beeindruckt: Rekonstruktionen mittelalterlicher Gewänder aus Nubien

Von: Februar 2025 bis April 2025

Diese Ausstellung zeigt sorgfältig rekonstruierte Gewänder, die den Wandmalereien in der Kathedrale von Faras nachempfunden sind, und gewährt einen Einblick in die prächtige Kleidung des mittelalterlichen nubischen Adels und Klerus, die von byzantinischen, afrikanischen und arabischen Traditionen geprägt war.

Sticky Fingers: Gefälschte Münzen: Die dunkle Seite der Numismatik

Von: Mai 2024 bis September 2025

Diese Ausstellung bietet einen Einblick in die Welt der Münzfälschung, vergleicht Originalmünzen mit Fälschungen und zeigt die von Fälschern angewandten Techniken. Außerdem bietet es den Besuchern die Möglichkeit, Methoden zur Fälschungserkennung selbst auszuprobieren.

Das Taufbecken aus Siena: Geschichte, Restaurierung und Wiederaufstellung eines Gipsabgusses

Ab Oktober 2024 bis auf Weiteres

Das Taufbecken aus Siena ist ein Zeugnis italienischer Handwerkskunst der Renaissance. Diese Ausstellung beleuchtet ihren Werdegang – von der ursprünglichen Entstehung über die Reproduktion als Gipsabguss und die Restaurierung bis hin zu ihrem anhaltenden Einfluss auf die religiöse Kunst.

Wie geht es weiter? | Die kommenden Ausstellungen im Bode-Museum

Der Engel der Geschichte: Walter Benjamin, Paul Klee und die Berliner Engel – 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg

Von: Mai 2025 bis Juli 2025

Ausgehend von Paul Klees Werk „Angelus Novus“ (1920), das einst dem Philosophen Walter Benjamin gehörte, befasst sich diese Ausstellung mit den Themen Geschichte und Erinnerung und zeigt beschädigte Engel-Kunstwerke aus Berliner Museen sowie Ausschnitte aus Wim Wenders’ Film „Der Himmel über Berlin“.

Die Pazzi-Verschwörung: Macht, Gewalt und Kunst im Florenz der Renaissance

Von: Oktober 2025 bis September 2026

Diese Ausstellung befasst sich mit dem Attentat auf die Medici-Brüder im Jahr 1478 und zeigt Medaillen und Porträts aus dem Münzkabinett und der Gemäldegalerie, die zentrale Persönlichkeiten darstellen und veranschaulichen, wie politische Intrigen die Kunst der Renaissance inspirierten.

Ein Einblick in das Archiv des Museums

Goldene Leidenschaft: George Petel und das Geheimnis seiner Kreuzigungsgruppe

Von: Juli 2024 bis Oktober 2024

Diese Ausstellung zeigte die einst getrennten Teile von Petels vergoldeter Kreuzigungsgruppe und vereinte die Christusfigur aus dem Bayerischen Nationalmuseum in München mit zwei Begleitfiguren aus dem Bode-Museum.

Berliner Salon: Modewoche im Bode-Museum

Ab: Juli 2024

Im Rahmen der Berlin Fashion Week brachte der Berliner Salon junge Designer in den historischen Sälen des Bode-Museums zusammen, stellte zeitgenössische Mode der klassischen Kunst gegenüber und lotete die Verbindung zwischen modernem Design und Kunstgeschichte aus.

Theodoulos Polyviou: SCREEN: Eine Intervention zeitgenössischer Kunst

Von: November 2023 bis März 2024

Der zypriotische Künstler Theodoulos Polyviou präsentierte eine Multimedia-Installation inmitten der klassischen Architektur des Museums und hinterfragte dabei mittels zeitgenössischer Kunst die Wahrnehmung von Raum und Realität.

Spanische Dialoge: Picassos Werke aus dem Museum Berggruen

Von: Juli 2023 bis April 2024

Diese Ausstellung zeigte eine Auswahl von Picassos Werken aus dem Museum Berggruen und beleuchtete seinen Dialog mit den spanischen Kunsttraditionen sowie seinen nachhaltigen Einfluss auf die moderne Kunst.

Die geschichtsträchtige Vergangenheit des Bode-Museums

  • Ende des 19. Jahrhunderts: Kaiser Wilhelm II. gibt den Bau des Museums in Auftrag, und der Architekt Ernst von Ihne entwirft dessen Grundriss.
  • 1897: Der Bau des Museums beginnt offiziell.
  • 18. Oktober 1904: Das Museum wird unter dem Namen Kaiser-Friedrich-Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, zu Ehren von Wilhelm II.s Vater, Kaiser Friedrich III.
  • 1939 bis 1945 (Zweiter Weltkrieg): Das Museum erleidet schwere Bombenschäden, und viele Kunstwerke werden zu ihrem Schutz in Sicherheit gebracht.
  • 1956: Es wird zu Ehren von Wilhelm von Bode in Bode-Museum umbenannt; dieser Kunsthistoriker setzte sich für die gemeinsame Präsentation von Skulpturen, Gemälden und dekorativer Kunst ein – ein innovativer Ansatz, der bis heute die kuratorische Ausrichtung des Museums prägt.
  • Nachkriegszeit: Der Wiederaufbau erfolgt schrittweise, wobei das Gebäude und die Sammlungen nach und nach wiederhergestellt werden.
  • 1997 bis 2006: Im Rahmen einer umfassenden Renovierung wird das Museum modernisiert, wobei seine historische Architektur erhalten bleibt, sodass es mit modernster Ausstattung und verbesserten Ausstellungsräumen wiedereröffnet werden kann.
  • Heute: Das Bode-Museum beherbergt eine der bedeutendsten Skulpturensammlungen der Welt mit Meisterwerken der italienischen Renaissance, der deutschen Gotik und des Barock.

Architektonische Brillanz

Bode Museum's dome showcasing architecture

Das Bode-Museum ist ein beeindruckendes Beispiel für neobarocke Architektur; es wurde von Ernst von Ihne entworfen und 1904 fertiggestellt. An der Nordspitze der Museumsinsel gelegen, prägen seine majestätische Kuppel** und seine symmetrische Fassade die Skyline der Stadt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Museen mit linearen Ausstellungsräumen werden in den fließend ineinander**
übergehenden Räumen des Museums Skulpturen, Gemälde und dekorative Kunst gemeinsam präsentiert. Die prächtige Treppe, die kunstvollen Zierleisten und die Bogenfenster tragen zur Eleganz bei, während die zentrale Kuppel den Innenraum in natürliches Licht taucht. Mit Stein, Marmor und vergoldeten Details, die den Reichtum seiner Sammlungen widerspiegeln, wird das Gebäude selbst Teil des Museumserlebnisses.

Interessante Fakten zum Bode-Museum

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The lost Equestrian statue at Bode Museum, Berlin, Germany.
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Multaka: Das Museum als „Treffpunkt“

Seit 2015 beteiligt sich das Bode-Museum am Projekt „Multaka“ (was auf Arabisch „Treffpunkt“ bedeutet). Im Rahmen dieser Initiative werden von Flüchtlingen geleitete Führungen auf Arabisch und Persisch angeboten, die den kulturellen Austausch fördern und einzigartige Einblicke in die Sammlungen des Museums vermitteln.

Die verschollene Reiterstatue

Um das Jahr 1904 stand auf dem Vorplatz des Bode-Museums eine imposante Reiterstatue von Kaiser Friedrich III., ein Werk des Bildhauers Rudolf Maison. Während der Zeit der DDR wurde die Statue entfernt und zerstört, sodass heute nur noch historische Fotografien an ihre einstige Existenz erinnern.

Die Kontroverse um die „Flora-Büste“

Im Jahr 1909 erwarb Wilhelm von Bode eine Wachsbüste namens „Flora“, da er glaubte, es handele sich um ein Werk von Leonardo da Vinci. Im Jahr 1910 stellte sich jedoch heraus, dass die Büste möglicherweise vom englischen Bildhauer Richard Cockle Lucas geschaffen worden war. Obwohl es Hinweise auf eine Entstehung im 19. Jahrhundert gab, hielt Bode an seiner Zuschreibung an da Vinci fest. Im Jahr 2021 bestätigte eine Kohlenstoff-14-Datierung, dass die Büste im 19. Jahrhundert geschaffen wurde. Heute ist das Werk weiterhin ausgestellt, versehen mit der Beschriftung „England, 19. Jahrhundert“ und einem Fragezeichen, was die Komplexität der Kunstauthentifizierung verdeutlicht.

Häufig gestellte Fragen zum Bode-Museum

Das Bode-Museum beherbergt im Münzkabinett über 500.000 Münzen und Medaillen sowie eine umfangreiche Sammlung von Skulpturen, byzantinischer Kunst und Gemälden, die von der Spätantike bis ins 18. Jahrhundert reicht.

Weitere Infos

Eintrittskarten für das Bode-Museum

Eintrittskarten für das Bode-Museum

Öffnungszeiten des Bode-Museums

Öffnungszeiten des Bode-Museums

Eintrittskarten für die Museumsinsel

Eintrittskarten für die Museumsinsel