Sehenswürdigkeiten und Sammlungen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten
Sammlung antiker Kunstwerke
Diese Sammlung beherbergt Meisterwerke aus der griechischen, römischen und etruskischen Welt und umfasst Skulpturen, Keramik, Schmuck sowie Alltagsgegenstände, die die antike Welt zum Leben erwecken. Zu den Höhepunkten zählen die „Berliner Göttin“, der betende Junge und die „verwundete Amazone“.
Münzsammlung
Als eine der weltweit umfassendsten Sammlungen antiker Münzen zeigt sie über 1.300 Münzen, von frühen griechischen Elektrum-Münzen bis hin zu römischem Kaiserzeit-Gold, und gibt Einblicke in die Wirtschaft, Politik und Machtkämpfe der Antike.
Berühmte Exponate im Alten Museum
Grabstatue eines Mädchens – „Berliner Göttin“
Diese würdevolle Marmorfigur aus dem Jahr 570 v. Chr. diente einst als Grabmal. Es zeigt ein junges Mädchen mit zarten Gesichtszügen und wallenden Gewändern, das wie in der Zeit erstarrt wirkt, und gewährt einen Einblick in die Bestattungsbräuche des antiken Griechenlands.
Was ist los? | Entdecken Sie die aktuellen Ausstellungen
Göttinnen und Gemahlinnen: Frauen in der antiken Mythologie
Von: Mai 2024 bis Mai 2025
Entdecken Sie anhand von Skulpturen, Keramiken und Artefakten die bedeutende Rolle der Frauen in der antiken Mythologie – von verehrten Göttinnen wie Athene und Hera bis hin zu sterblichen Heldinnen und mythischen Gemahlinnen.
Antike Welten: Griechen, Etrusker und Römer
Bis auf Weiteres
Mit griechischen Statuen, etruskischen Grabbeigaben und Porträts aus der römischen Kaiserzeit bietet diese Sammlung einen tiefen Einblick in die miteinander verflochtenen Welten von Handel, Politik und Mythologie, die das antike Mittelmeer geprägt haben.
Geschichte zum Anfassen | Bevorstehende Workshops und Veranstaltungen
Einladung zum Verweilen
März 2025
Ein „Slow Art“-Workshop für Erwachsene, einschließlich Menschen mit Behinderungen, der es Ihnen ermöglicht, sich durch ausgiebige Betrachtung und Diskussion intensiv mit ausgewählten Kunstwerken auseinanderzusetzen.
Oh meine Göttin
März 2025
Ein interaktiver Workshop über die Mythen, die Symbolik und die künstlerische Darstellung von Göttinnen in der antiken Kunst.
Aktzeichnen!
März 2025
Ein praxisorientierter Zeichenworkshop, in dem die Teilnehmer die menschliche Figur skizzieren, inspiriert von den klassischen Skulpturen im Museum.
Fortuna – Was ist Glück?
März 2025
Ein interaktiver Workshop für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, in dem das uralte Konzept des Glücks sowie die unterschiedlichen Sichtweisen verschiedener Kulturen auf Glück und Schicksal erkundet werden.
Vom Selfie zum Kaiser: Selbstporträts
April 2025
Ein unterhaltsamer Kunstworkshop für Familien, bei dem Kinder verschiedene Stile der Selbstdarstellung entdecken können – von antiken Kaiser-Büsten bis hin zu modernen Selfies.
Action im Schattentheater
April 2025
Ein mehrtägiger Workshop für Kinder (im Alter von 9 bis 12 Jahren), der in die Kunst des Schattentheaters einführt und in dem die Kinder ihre eigenen Schattenspiele entwickeln und****aufführen.
Vom preußischen Gewölbe zur öffentlichen Ikone | Geschichte des Alten Museums
1822: Der preußische Architekt Karl Friedrich Schinkel erhält den Auftrag, ein neues öffentliches Museum zu entwerfen, in dem die königliche Kunstsammlung ausgestellt werden soll.
1823: Der Bau des Alten Museums beginnt; dessen neoklassizistischer Entwurf ist von antiken griechischen Tempeln inspiriert.
1830: Das Museum wird als Berlins erstes öffentliches Museum unter dem ursprünglichen Namen „Königliches Museum“ offiziell für die Öffentlichkeit eröffnet.
1841: König Friedrich Wilhelm IV. erklärt die Museumsinsel zu einem Ort, der ganz der Kunst und der Wissenschaft gewidmet ist, wobei das Alte Museum das Herzstück bildet.
1845 bis 1855: Nach der Errichtung des Neuen Museums wurde das Museum in Altes Museum umbenannt.
1870s: Die Sammlung antiker Kunstwerke wird erweitert und entwickelt sich zu einer der bedeutendsten Sammlungen griechischer und römischer Kunst in Europa.
1939 bis 1945 (Zweiter Weltkrieg): Das Museum erleidet schwere Bombenschäden, durch die Teile des Gebäudes und der Kunstsammlungen zerstört werden.
1951 bis 1966: Unter der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) finden umfangreiche ****Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten statt.
1966: Das Alte Museum wird wiedereröffnet und widmet sich nun ausschließlich griechischen, römischen und etruskischen Altertümern.
1999: Die UNESCO erklärt die Museumsinsel (einschließlich des Alten Museums) zum Weltkulturerbe.
2020: Das Museum feiert sein 190-jähriges Bestehen und bewahrt sein Erbe als eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Kunstwerke in Europa.
Heute: Das Alte Museum zeigt weiterhin Dauer- und Sonderausstellungen mit Meisterwerken antiker Zivilisationen und zieht Besucher aus aller Welt an.
Ein neoklassizistisches Meisterwerk | Die Architektur des Alten Museums
Der große Auftritt: Die Säulenfassade des Museums mit ihren 18 ionischen Säulen ist der Stoa eines antiken griechischen Tempels nachempfunden und verleiht ihm eine imposante und zugleich elegante Präsenz auf der Museumsinsel. Über dem Eingang widmet eine lateinische Inschrift das Gebäude „dem Studium der gesamten Antike“.
Die ikonische Rotunde: Eines der auffälligsten Merkmale im Inneren des Alten Museums ist die vom Pantheon inspirierte Rotunde. Dieser Raum ist gesäumt von hoch aufragenden Statuen griechischer und römischer Gottheiten. Das Oculum (die runde Öffnung) oben lässt Tageslicht herein, beleuchtet den zentralen Raum und verstärkt dessen dramatische Wirkung.
Die zentrale Treppe: Hinter der Rotunde führt eine breite zentrale Treppe zu den oberen Galerien. Die umliegenden Säle zeichnen sich durch Kassettendecken, kunstvolle Friese und dekorative Pilaster aus, die die neoklassizistische Eleganz des Museums unterstreichen.
Ausstellungsräume: Die Ausstellungshallen sind symmetrisch angelegt, sodass man sie bequem erkunden kann, ohne sich überfordert zu fühlen. Schinkels Entwurf spielt mit Licht und Schatten und bringt die reichhaltigen Strukturen des antiken Steins und der Bronze zur Geltung.
Neueste Ergänzungen: Heutzutage werten moderne Klimatisierung, LED-Beleuchtung und digitale Installationen den Raum auf subtile Weise auf, ohne dabei seine historische Integrität zu beeinträchtigen.
Häufig gestellte Fragen zum Alten Museum
Während sich die meisten Ausstellungen auf antike Kunstwerke konzentrieren, bieten Sonderausstellungen wie „Göttinnen und Gemahlinnen: Frauen in der antiken Mythologie“ und „Antike Welten: Griechen, Etrusker und Römer“ digitale Rekonstruktionen, Touchscreens und Audioguides.
Die meisten Exponate sind Originale, doch bestimmte empfindliche Stücke, wie antike Glaswaren, zerbrechliche Fresken und ausgewählte Münzen, werden als hochwertige Nachbildungen ausgestellt, um eine Beschädigung zu verhindern.
Die Dauerausstellungen bleiben unverändert, doch die Sonderausstellungen wechseln alle 6 bis 12 Monate und präsentieren neue Themen sowie seltene Leihgaben aus internationalen Museen.
Auf jeden Fall! Die etruskischen Grabbeigaben, seltene antike Münzen und das einzige erhaltene gemalte Porträt von Kaiser Septimius Severus sind verborgene Schätze, die von den meisten Menschen übersehen werden.
Ja, in den meisten Bereichen dürfen Sie Fotos für den privaten Gebrauch machen, jedoch sind Blitzlicht, Stative und Selfie-Sticks nicht gestattet.
Das 1830 eröffnete Alte Museum war ausschließlich für bildende Kunst und Antiquitäten bestimmt, während naturkundliche und ethnografische Artefakte anderswo untergebracht wurden. Diese Trennung spiegelt die Ideale der Aufklärung wider, die die "Hochkultur" vom Studium der Natur und der Anthropologie trennen wollte.
Bevor das Alte Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, beherbergte es die königliche Sammlung Preußens mit griechischen und römischen Altertümern, die durch Diplomatie, Ankäufe und Feldzüge erworben wurden. Einige Artefakte stammen aus den beschlagnahmten Sammlungen Napoleons nach den Kriegen Preußens gegen Frankreich.
Die große Rotunde, die vom römischen Pantheon inspiriert wurde, ist mehr als nur ein architektonisches Merkmal. Seine runde Form symbolisierte die Universalität des Wissens und kennzeichnete die Antike als Grundlage des europäischen Denkens und der intellektuellen Aufklärung.