Die East Side Galerie Bootstour | Berlins künstlerisches Erbe, wo einst die 'Mauer' stand

An den Ufern der Spree in Berlin-Friedrichshain liegt eine der visuell und historisch interessantesten Wasserflächen in Europa. Die East Side Gallery Boat Tour führt an der ehemaligen Trennlinie zwischen Ost- und West-Berlin vorbei, die sich heute in einen lebendigen Korridor voller Farben, Emotionen und globaler Ausdrucksformen verwandelt hat. Mit einer Länge von 1,3 Kilometern ist die East Side Gallery der längste noch erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer, der nach der Wiedervereinigung in eine Open-Air-Galerie mit über 100 Original-Wandbildern von Künstlern aus 21 Ländern umgewandelt wurde.

Die East Side Gallery ist das sichtbarste Ergebnis der Maueröffnung, aber jetzt, da fast die gesamte Berliner Mauer verschwunden ist, ist sie auch eines der wenigen verbliebenen Relikte der Grenzanlagen an ihrem ursprünglichen Standort und erinnert daran, dass die Stadt 28 Jahre lang geteilt war.

Historische Bedeutung

Einst Teil der Ostfassade der Berliner Mauer, wurde dieser Abschnitt unmittelbar nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 zu einer Leinwand unter freiem Himmel. Im Jahr 1990 kamen 118 Künstler aus 21 Ländern zusammen, um die Wiedervereinigung mit eindrucksvollen Kunstwerken zu feiern. Ihre Beiträge sind auch heute noch sichtbar, von dem ikonischen Bruderkuss von Dmitri Vrubel bis zu Birgit Kinders Trabant Breaking Through the Wall.

Kulturelle Wiedergeburt durch Kunst

1990 wurde die East Side Gallery offiziell für die Öffentlichkeit geöffnet und bot einen internationalen Dialog durch Kunst. Die Wandgemälde fangen die rauen politischen Veränderungen von 1989-1990 ein und werden regelmäßig restauriert, um ihre ursprüngliche Wirkung zu erhalten. Im Jahr 2018 wurde die Galerie unter die Obhut der Stiftung Berliner Mauer gestellt, um ihre Erhaltung als geschütztes Kulturdenkmal zu gewährleisten.

Die kreative Energie von Friedrichshain

Die Nachbarschaft der East Side Galerie spiegelt den Geist der Galerie selbst wider. Friedrichshain ist bekannt für seine ausgefallenen Galerien, unabhängigen Buchläden, Bars am Kanal und kulturellen Veranstaltungen. Auf der anderen Seite der Oberbaumbrücke bietet Kreuzberg Flohmärkte, Food Trucks und Straßenveranstaltungen. Der Ort lebt von Kontrasten und Kreativität, genau wie die Galerie, die ihn verankert.

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Zugänglichkeit und Erfahrungen

Die East Side Gallery ist rund um die Uhr geöffnet, kostenlos zu besichtigen und vollständig rollstuhlgerecht. Es ist auch der häufigste Ausgangspunkt für eine entspannende Schifffahrt auf der Berliner Mauer, bei der Sie die Geschichte von einem ruhigen Platz am Wasser aus beobachten können.

East Side gallery murals
Guests on a boat tour viewing the Oberbaum Bridge in Berlin.
Boat cruising on the Spree River with Berlin's TV Tower and cityscape in the background.
Sculpture of Molecule Man facing each other on the Spree River, Berlin.
Boat cruising on the Spree River with modern buildings in Berlin, Germany.
Sightseeing cruise boats on the Spree River in Berlin with people enjoying the riverside.
Sunset over the River Spree in Berlin with Molecule Man sculpture and city skyline.
Boats docked at Treptower Park with autumn trees reflected in the water, East Berlin.
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East Side Galerie Wandbilder

Gleiten Sie vorbei an weltberühmten Kunstwerken wie Dmitri Vrubels Bruderkuss und Birgit Kinders Trabant Breaking Through the Wall. Diese und Dutzende andere Wandgemälde zeichnen die psychologische und politische Wiedergeburt Berlins mit kühnen Pinselstrichen und Protestkunst nach.

Oberbaum Brücke

Diese zweistöckige Brücke, einst ein militärischer Kontrollpunkt und heute ein Wahrzeichen der Neugotik, verbindet Friedrichshain und Kreuzberg. Seine roten Backsteintürme und hohen Bögen gehören zu den fotogensten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Mercedes-Benz Arena

Auf dem ehemaligen Todesstreifen gelegen, spiegelt dieser moderne Konzertsaal den Wandel Berlins wider. Seine Glasfassade steht in scharfem Kontrast zu den Graffiti der nahe gelegenen Mauer.

Molecule Man Skulptur

Flussabwärts stehen drei kolossale Aluminiumfiguren in der Mitte des Flusses, deren perforierte Oberflächen das Licht einfangen. Sie wurden von Jonathan Borofsky entworfen und repräsentieren die Einheit zwischen den einst geteilten Bezirken Berlins: Treptow, Kreuzberg und Friedrichshain.

Ehemalige Werften und Lagerhäuser

Halten Sie auf Ihrer Fahrt Ausschau nach wiederverwendeten Lagerhäusern aus dem 19. Jahrhundert, die einst als Frachtlager dienten und heute zu Zentren für Kunst, Musik und Design geworden sind. Viele sind noch mit Original-Eisenbeschlägen und Graffiti-Wänden versehen.

Urbanes Straßenleben & Spree-Seiten-Installationen

Je nach Jahreszeit können Sie schwimmende Kunstausstellungen, angedockte Partyboote, Open-Air-Performances und soziale Kunsträume entdecken, die sich am Ufer ausbreiten.

RAW Gelände (Friedrichshain)

Das RAW Gelände ist ein ehemaliger Rangierbahnhof in Friedrichshain, der für seine lebendige Kulturszene mit Clubs, Bars, Kunsträumen und einer Kletterhalle bekannt ist. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt eine Welt voller Street Food Trucks, Biergärten in alten Eisenbahnschuppen, Kletterhallen, Tattoo-Studios und wechselnden Kunstausstellungen.

Treptower Park (Alt-Treptow)

Etwas weiter flussabwärts bietet der Treptower Park sowjetische Denkmäler, Bootsverleih und Rasenflächen am Flussufer, die sich perfekt für ein Picknick eignen. Es ist einer der wenigen Orte in Berlin, an dem Sie am selben Nachmittag über Krieg, Geschichte und Natur nachdenken können.

Die meisten East Side Gallery Bootstouren starten von der Anlegestelle Alte Börse, die in der Nähe der Museumsinsel und des Monbijouparks liegt | Kartenansicht

  • Mit dem Zug:*
    Nehmen Sie die S-Bahn (S3, S5, S7 oder S9) bis zur Station *Hackescher Markt**. Von dort aus sind es nur 2-3 Minuten Fußweg am Monbijoupark vorbei in Richtung Fluss. Die Anlegestelle befindet sich hinter dem Gebäude der Alten Börse, in der Nähe des Bode-Museums.
  • Mit dem Bus:*
    Die Buslinien *100 und 300 halten am Lustgarten oder Spandauer Str./Marienkirche**. Gehen Sie durch die Museumsinsel und gehen Sie in Richtung Westen zum Pier auf der Rückseite der Alten Börse.
Guests relaxing on a solar catamaran during the Berlin city highlights tour along the river.

Wochentage und Wochenenden

  • Wochentags: Vor allem an den Vormittagen unter der Woche sind die Boote ruhig, es gibt weniger Menschenmassen und die Flussufer sind ruhig. Dies ist der ideale Zeitpunkt für eine nachdenkliche Betrachtung der Wandbilder, entspannte Erzählungen und ungehinderte Fotos.
  • Wochenenden: Erwarten Sie eine lebhaftere Szene. Straßenmusiker, Galeriebesucher und Flussuferfestivals beleben oft die Route in der Nähe der East Side Gallery. Die Boote füllen sich schneller, aber die festliche Atmosphäre kann das Erlebnis noch verbessern.

Hochsaison und Nebensaison

  • Hauptsaison (Mai-September): Dies ist die geschäftigste Zeit des Jahres, in der die Ausflugsboote oft voll besetzt sind, vor allem an den Wochenenden. Rechnen Sie mit längeren Schlangen an den Einstiegsstellen und lebhaften Menschenmassen entlang der East Side Gallery, der Oberbaumbrücke und den nahe gelegenen Cafés am Flussufer. 
  • Nebensaison (Oktober-April): Die kühleren, ruhigeren Monate bringen weniger Menschenmassen und eine besinnlichere Stimmung mit sich. Geschlossene Boote mit Heizung bieten einen gemütlichen Blick auf die Wandmalereien, und das schwindende Winterlicht hebt die strukturierten Oberflächen der Wände hervor.

Wissenswertes über die East Side Galerie

  • Die East Side Gallery ist die längste Open-Air-Kunstgalerie der Welt mit über 100 Wandbildern, die von 118 Künstlern aus 21 Ländern gemalt wurden.
  • Bei einer großen Restaurierung im Jahr 2009** wurden 87 Gastkünstler** 100 Wandmalereien entlang der Strecke neu bemalt.
  • Einige Bootsbetreiber bieten "Wandgemälde-Kommentar-Kreuzfahrten" an, bei denen Erzähler die Passagiere durch einzelne Kunstwerke führen und den politischen Kontext und die Absichten der Künstler erläutern.
  • Das Wandgemälde Trabant Breaking Through wurde in Ausstellungen auf der ganzen Welt nachgebaut, aber wenn Sie es in seiner ursprünglichen Form auf der Spree sehen, fühlen Sie sich authentisch.
  • Die Oberbaumbrücke war einst für den zivilen Verkehr gesperrt - sowohl auf der Straße als auch auf dem Fluss - und wurde von sowjetischen Wachen kontrolliert. Heute fahren die Schiffe bei jeder Tour unter den doppelstöckigen Bögen hindurch.

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Die meisten Touren beginnen in der Nähe der Oberbaumbrücke oder Ostbahnhof und folgen der Spree westwärts vorbei an der East Side Gallery und enden in der Nähe der Museumsinsel oder Berliner Dom, je nach Anbieter.